Exklusiv: Samsung startet Galaxy Note7 Rücknahme – manche Provider zeigen sich spendabel [4. Update]

Nachdem Anfang der Woche die Produktion des explosiven Samsung Galaxy Note7 angekündigt wurde, gibt nun es offizielle Rücknahmeinformationen für Deutschland. Im Gegensatz zu Amerika erhalten deutsche Kunden seitens Samsung keinen Rabatt, wenn sich diese nur für einen Tausch des Smartphones entscheiden. Außerdem muss in Deutschland der Umweg über die Händler gemacht werden. Updates am Artikelende.

Originalartikel vom 14. Oktober: Seit Anfang der Woche steht die Produktion des Samsung Galaxy Note7 still. Nachdem vorerst von einer vorübergehenden Maßnahme die Rede war, kündigte der Südkoreaner bereits einen Tag später den kompletten Verkaufsstopp an. Bereits am Dienstag war klar, dass alle Käufer des Samsung Galaxy Note7 ihren neuen Alltagsbegleiter wieder zurückgeben dürfen – oder müssen. Offizielle Infos für Deutschland haben gefehlt und wurden heute nachgereicht.

 

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Auf einer extra eingerichteten Website erhalten Kunden alle wichtigen Informationen rund um die Rücknahme. Das Smartphone muss dort zurückgegeben werden, wo es gekauft wurde. Heißt: das Gerät muss direkt beim Händler beziehungsweise Provider zurückgegeben werden. Am Besten wenden sich die Kunden direkt an ihre Verkäufer, um weitere Schritte abzuklären. Bei der Rücknahme kann der Kunde zwischen zwei Optionen wählen. Einerseits kann das Samsung Galaxy Note7 mit einer Rückerstattung des Komplettbetrags zurückgegeben werden.

Alternativ bietet Samsung den Austausch in ein Samsung Galaxy S7 (edge) an. Der Kunde bekommt dann den Differenzbetrag vom Note7 zu dem S7 (edge) ausbezahlt. Allerdings stehen Kunden hierzulande schlechter da, als in Amerika. Im Gegensatz zu den USA gewährt der Hersteller beim Tausch in Deutschland keinen Bonus. Wenn amerikanische Nutzer ihr Samsung Galaxy Note7 in ein S7 (edge) umtauschen, bekommen diese 100 Euro Rabatt.

 

Nichts desto trotz warnt Samsung davor, das Gerät weiter zu benutzen. Auch ursprüngliche Austauschgeräte sind von Batterygate betroffen und können Feuer fangen. Deshalb wurde die Produktion auch komplett eingestellt. Mobiflip berichtet in der Zwischenzeit, dass sich der Provider 1&1 kulant zeigt und seinen Kunden einen Vorteil von 50 Euro einräumt, wenn sich die Kunden für das S7 (edge) entscheiden. Die Pressestelle von 1&1 konnte uns bislang noch keine offiziellen Informationen hierzu geben.

Wir haben auch bei Telefónica, Telekom und Vodafone angefragt, ob es einen Austauschbonus gibt. Bei O2 wurde klar gesagt, dass Samsung allein Schuld an der Sache sei und O2 deshalb keinen Bonus gewähre. Das liege in der Hand von dem Hersteller, so die Pressestelle. Die Statements von Vodafone und Telekom stehen noch aus. Sollte sich hier etwas tun, werden wir die Änderungen selbstverständlich in diesem Artikel nachreichen.

 

Update 15:20 Uhr – Telekom Statement

Soeben ist das Statement von der Telekom eingetroffen. Leider können zu einem Bonus noch keine genauen Angaben gemacht werden, da

wir [also Telekom] mit unserem Partner Samsung noch Gespräche führen.

Kunden dürfen also zumindest auch bei dem Bonner Provider auf einen kleinen Bonus hoffen. Wir halten auch weiterhin auf dem Laufenden.

Update 16:25 Uhr – Vodafone Statement

Soeben haben wir auch von Vodafone ein Statement zur Rückgabe des Samsung Galaxy Note7 erhalten. Kunden können ihre Geräte in jedem Vodafone Shop zurückgeben und bekommen dann eine Gutschrift für das Smartphone. Der Vertrag bleibt bei der Rücknahme an sich unberührt. Neukunden haben in manchen Fällen die Chance, den Vertrag wieder auflösen zu lassen – vor allem dann interessant, wann der Vertrag lediglich wegen dem neuen Smartphone geschlossen wurde. Darüberhinaus können sich die Kunden ein neues Smartphone aussuchen, welches ebenfalls in das Segment „Top-Smartphone“ fällt.

Sollte sich der Kunde also für das Samsung Galaxy S7 (edge) entscheiden, bekommt der Kunde je nach Tarif bis zu 50 Euro ausbezahlt – selbes gilt allerdings auch beispielsweise bei einem iPhone. Hierbei handelt es sich lediglich um die Preisdifferenz zwischen den beiden Smartphones. Einen gesonderten Bonus gibt es nicht.

 

Update 18:30 Uhr – 1&1 Statement

1&1 zeigt sich im Thema Samsung Galaxy Note7 bislang am spendabelsten und kundenfreundlichsten. Obwohl Samsung keinerlei Entschädigung bezahlt, bekommen 1&1 Kunden einen kleinen Bonus von dem Provider. Wer an der Tauschaktion teilnimmt und sein Samsung Galaxy Note7 gegen das Samsung Galaxy S7 Edge eintauscht, bekommt eine Gutschrift von 50 Euro. Darüberhinaus wird der Differenzbetrag ausbezahlt. Das hat uns die Pressestelle von 1&1 in einer E-Mail bestätigt. Lediglich bei 1&1 bekommen die Kunden derzeit eine Entschädigung, wenn auch nicht so hoch wie die in Amerika. Hier die E-Mail im Wortlaut:

„wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die die Tauschaktion unseren Kunden bereitet, und empfehlen, dass sie sich für das Samsung Galaxy S7 Edge entscheiden, ein vergleichbares Premium-Smartphone. Selbstverständlich erstatteten wir den Differenzbetrag zum Samsung Galaxy Note 7 und hinterlegen darüber hinaus ein Guthaben in Höhe von 50 Euro, das automatisch mit der nächsten Rechnung verrechnet wird, als kleine Entschädigung.“

 

Update 18. Oktober – 2. Telekom Statement

Die Deutsche Telekom hat uns eine neue Stellungnahme zukommen lassen. Mittlerweile scheinen die Gespräche mit Samsung abgeschlossen zu sein. Der Provider teilt mit, dass alle Aufträge storniert wurden, sofern das Samsung Galaxy Note7 zurückgeschickt wurde beziehungsweise noch zurückgeschickt wird. Anschließend könne im Einzelfall entschieden werden, ob der Provider dem Kunden bei der neuen Smartphone-Wahl etwas entgegen kommen kann. Von einem generellen Rabatt auf neue Geräte wird allerdings nicht gesprochen. Das Statement im Wortlaut:

„Die Telekom Deutschland hat die Aufträge der Kunden, die ein Samsung Galaxie Note 7 aus der Erstlieferung (2. September ) erhalten haben und das Gerät an uns zurückgeschickt haben, storniert. D.h. die Kunden haben den Betrag erstattet bekommen. Wir betrachten jeden Kunden einzeln und finden im Interesse des Kunden eine kulante Lösung.“

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Moritz Krauß

Moritz Krauß

Ich bin der Gründer und Chefredakteur auf dem TechnikSurfer. Seit es den TechnikSurfer gibt, bin ich mit Herzblut dabei, euch täglich mit neuen Artikeln zu versorgen. Seit Oktober 2016 gehe ich meiner Leidenschaft weiter nach und studiere Informatik an der Universität Augsburg. Über den TechnikSurfer


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