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Galaxy Note7: Samsung stoppt die Produktion

Erst vor Kurzem hat Samsung alle bisher ausgelieferten Galaxy Note7 zurückgerufen. Aufgrund der Akkuprobleme gingen mehrere Geräte in Flammen auf oder explodierten sogar. Wir haben berichtet. Nun hat Samsung kostenlos Austauschgeräte für alle bereitgestellt. Doch scheinbar macht das Sorgenkind aller Smartphones immer mehr Probleme. Nun zieht Samsung Konsequenzen und stoppt die Produktion.

Bereits nach dem Austausch musste ein gesamtes Passagierflugzeug evakuiert werden, da ein Samsung Galaxy Note7 Feuer fing. Nachdem im Anschluss mehrere Berichte über brennende Austauschgeräte bekannt gegeben wurden, zog AT&T erstmals die Reißleine und stoppte den Verkauf des Galaxy Note7 vorläufig. Nach Angaben eines australischen Netzbetreibers werden von Samsung auch scheinbar keine neuen Geräte nachgeliefert. Unter Angaben des chinesischen Nachrichtenportals „Yonhap“, hat Samsung die Produktion des Samsung Galaxy Note7 komplett eingestellt – zumindest vorläufig.

 

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Samsung gab am Montag zufolge bekannt, die Produktion nun „anzupassen“. Der Konzern nehme jede Beschwerde ernst und gehe den Ursachen gründlich nach. Ein zu eng anliegender Akku ist jedoch als Ursache aufgrund der vorherigen Probleme eher auszuschließen. Wie groß das Ausmaß der betroffenen Geräte ist und wie lange die Produktion noch still steht, wurde nicht bekannt gegeben. Im Moment sind laut Korea Herald noch 70.000 Samsung Galaxy Note7-Geräte im Umlauf. Dementsprechend besteht bei 700 Geräten immer noch  eine Gefahr. Bereits 85 Prozent aller Modelle wurden bereits ausgetauscht, nach aktuellen Meldungen jedoch ohne großen Erfolg,

Der Wirbel rund um das Galaxy Note7 geht also in die nächste, oder vielleicht sogar letzte Phase – und ist doch oftmals völlig unbegründet. Die verbauten Lithium Ionen Akkus können bei jedem Smartphone zum Sicherheitsrisiko werden, da diese sehr empfindlich sind und schon durch falsch platzierte Schrauben oder Platzmangel eine Selbstentzündung hervorrufen können. Schon vor kurzer Zeit gab es Meldungen eines iPhone 7, das während eines Transportes in einem Lieferwagen in Flammen aufging. Da das Note7 bereits auf einigen Airlines nicht mehr mitfliegen darf und große Netzbetreiber wie AT&T den Verkauf eingestellt haben, ist es fraglich, wie sehr sich ein erneuter Verkaufsstark seitens Samsung überhaupt noch lohnt. Nach dem eintreten dieses „Worst Case“ Szenarios ist der Schaden des Images womöglich irreparabel und hinterlässt ohne Frage eine große Brandnarbe.

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Simon Glückert

Simon Glückert

Editor


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