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StreamOn – Fluch oder Segen für die Netzneutralität?

StreamOn – Fluch oder Segen für die Netzneutralität?

Unterwegs Musik, Filme und Videos streamen ohne das eigene Highspeed-Volumen zu verbrauchen – ein Traum-Angebot für Leute die viel unterwegs sind und auf Streaming-Angebote setzen. Die Telekom macht dies mit StreamOn schon seit einigen Monaten möglich. Bereits 35 Partner für Musik-Streaming und 30 für Video-Streaming sind mit im Boot.

Telekom StreamOn kann von vielen Verträgen, die ab dem 04. April 2017 abgeschlossen wurden kostenlos zugebucht werden. Meist kann ohne eine Verlängerung in die Tarife gewechselt werden, sofern man bereits einen MagentaMobil Vertrag besitzt. Das Angebot besteht aus drei verschiedenen Optionen: StreamOn Music, StreamOn Music&Video sowie StreamOn Music & Video Max. Je nachdem welcher Mobilfunktarif abgeschlossen wurde kann die jeweilige Option kostenfrei gebucht werden. Das kostenpflichtige Zubuchen in zu kleinen Verträgen ist bislang übrigens nicht möglich.

 

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StreamOn Music ist ab dem Tarif MagentaMobil M zubuchbar und ermöglicht das Streaming aller teilnehmender Audio-Dienste im Inland, ohne das Highspeed-Volumen zu verbrauchen. Wer den Tarif MagentaMobil L, MagentaMobil L Plus, MagentaMobil L Premium oder Magenta Mobil L Plus Premium abgeschlossen hat, kann StreamOn Music & Video buchen. Hiermit können sowohl alle teilnehmenden Audio-Dienste als auch alle teilnehmenden Video-Dienste gestreamt werden ohne das eigene Datenvolumen zu belasten. Die Qualität der Video-Streams wird hierbei jedoch reduziert, Telekom vergleicht die Qualität mit DVD-Qualität.

Für Kunden von MagentaEINS ab MagentaMobil M steht StreamOn Music & Video Max kostenlos zur Verfügung. Hier hat der Kunde ebenfalls Zugriff auf alle Video- und Audio-Angebote. Zusätzlich werden die Video-Streams in maximaler Qualität angeboten, wobei maximal HD-Videos möglich sein sollen. Zu den bekanntesten Teilnehmern zählen derzeit Amazon Prime Video & Music, Netflix, Zattoo, Apple Music, YouTube und die ZDF Mediathek. Spotify ist einer der großen Streamingdienste, die noch immer vermisst werden.

 

Vorsicht ist vor allem bei Auslands-Reisen geboten. Das Telekom StreamOn zählt lediglich im Inland. Wer im Ausland Videos oder Musik streamen möchte, bezahlt die üblichen Roaming-Gebühren seines jeweiligen Tarifs. Ebenfalls sollte man im Auge behalten, dass zum kostenlosen Streaming-Angebot nicht das Laden von Covern, Werbung und sonstige Inhalte zählen, selbst wenn Audio- oder Videoelemente vorhanden sind.

Kritiker streiten darüber, ob sich StreamOn mit der Netzneutralität vereinen lässt. Solche Services stellen eine Gefahr für die Netzneutralität dar, da einzelne Streamingdienste höher gestellt werden als andere und somit das Internet zensiert wird. Die Telekom sieht sich selbst noch auf der sicheren Seite, da laut eigenen Angaben alles auf der selben Transport-Ebene läuft und das Angebot ohnehin ja kostenlos für den Kunden sei. Die Bundesnetzagentur prüft die Angebote der Telekom weiterhin noch genauer auf ihre Richtigkeit, auch die Verbraucherzentrale Bundesverband hat sich gegen das kostenlose Tarifmodul gestellt.

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Timo Mettmann

Timo Mettmann

Editor


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