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Roboterstaubsauger Dyson Eye 360 getestet – Design vor Funktionalität

Roboterstaubsauger Dyson Eye 360 getestet – Design vor Funktionalität

Das Feld der Robo-Staubsauger ist stark umkämpft. Immer mehr Hersteller drängen auf den Markt und versuchen gerade in letzter Zeit, die Kunden durch immer niedrigere Preise oder einfallsreiche Funktionen zu überzeugen. Der schweizer Hersteller Dyson möchte einen ganz anderen Weg einschlagen, mit einem Premiumpreis und bewährter Technik soll der Über-Robo-Sauger entstehen. Wir wollen wissen inwieweit das zutrifft. Daher haben wir den Dyson Eye 360 einem sechswöchigen Alltagstest unterzogen. Das Testgerät wurde uns freundlicherweise vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Auspacken und Einrichtung

Der Dyson Eye 360 kommt zum Leidwesen des Testers in seiner Originalverpackung ohne jegliche Verpackung oder Sichtschutz, dadurch war es jedem, der das Paket sah, sofort ersichtlich, was für ein teures Gerät sich in der Kiste befindet. Passiert ist diesmal nichts, doch man weiß ja nie. Direkt nach dem Öffnen verfliegen jedoch die Bedenken, der Roboter ist fein säuberlich verpackt und in einer passgenauen Schaumstoffhülle eingebettet. Darunter findet sich noch die Ladestation samt Wegmarker und dem doch etwas groß geratenen Netzteil. Dank der vielfältigen Einschränkungen zum Aufstellort der Ladestation dauerte es eine Weile, bis der geeignete Platz in der Wohnung gefunden war. Doch da der Dyson Eye 360 auf Kamera-Navigation setzt, sollte die Ladestation solange wie möglich für ihn sichtbar sein. Mehr dazu, welche Vorteile die Kamera bringt, später. Glücklicherweise spart Dyson im Vergleich zu anderen Herstellern nicht an der Länge des Anschlusskabels, somit ist doch etwas Flexibilität gegeben.

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Nach dem Aufstellen des Roboters auf die Ladeschale war erst einmal Warten angesagt. Wie bei jedem neuen Gerät warteten wir, bis es komplett aufgeladen war, um dem Akku keinen schlechten Start zu geben. Doch die Zeit blieb nicht ungenutzt, der Kleine musste noch mit der App verbunden werden. Die passenden Apps stehen für iOS und Android bereit und sind schnell aus dem jeweiligen App Store heruntergeladen. Auch die Einrichtung klappte relativ problemfrei; Wie die meisten anderen WLAN Smart Home-Geräte erstellt auch der Dyson zur Konfiguration ein eigenes kleines Ad-Hoc-Netzwerk und gewährt so dem Smartphone einen ersten Zugriff, um die Zugangsdaten zum eigentlichen WLAN zu übermitteln. Daraufhin wurde direkt eine neue Firmware installiert, welche Fehler diese jedoch genau beheben sollte, wurde nicht genauer dargestellt. Insgesamt ging die Installation problemlos von der Hand.

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Erster Test

Für die erste Testfahrt wählten wir ein mittelgroßes Wohnzimmer mit verschiedenen Teppichen, Bodenbelägen und zahlreichen Möbelstücken. Ein harter Brocken für die kleinen Putzhilfen. In den ersten paar Minuten wirkte der Schweizer doch recht hilflos, er fuhr sicher ein dutzend Mal die selbe Ecke ab. Nach ein paar Minuten gelang es dem Dyson Eye 360 dennoch einen gewissen Grad der Orientierung zu erlangen, wie es schien. Danach lies den Dyson Eye 360 nur noch wenig aufhalten. Besonders hervorzuheben ist die Teppichreinigung, dank der rotierenden Bürste konnte so viel Staub aus dem Test-Teppich entfernt werden, so dass danach auch schon der Schmutztank des Dyson Eye 360 gefüllt war. Zwar wurde der Teppich schon länger nicht mehr gereinigt, doch der Schmutztank des Dyson Eye 360 dürfte für die meisten Haushalte einfach zu klein ausgelegt sein. Auf die Laufzeiten der Anleitung von circa einer Woche dürften nur Bewohner einer entweder sehr kleinen oder extrem sauberen Wohnung kommen. Tierhalter oder Eltern dürften wohl eher alle paar Tage damit beschäftigt sein, den Behälter zu leeren. Die Entleerung geht leicht, ähnlich dem Öffnen einer Plastikdose. Durch das Öffnen des Deckels kann es leicht passieren, dass der aufgenommene Staub sich wieder in der Wohnung verteilt.

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Die Akkulaufzeit reichte für ungefähr 50 Quadratmeter aus, danach muss der Roboter wieder komplett aufladen. Wer längere Laufzeiten ohne Nachladen erreichen möchte, kann die Saugleistung von Max auf Silent stellen. Dadurch wird nicht nur der Lärmpegel des Gerätes massiv gesenkt, sondern auch der Akkuverbrauch etwas reduziert.

Leider bestätigte sich in den weiteren Tagen der erste Eindruck, der Staub-Tank ist einfach zu klein. Ohne tägliches Leeren dürfte bald eine Verstopfung eintreten, hier war wohl das Design wichtiger. Ansonsten handelt sich der kleine Roboter aber durchweg Lob ein: Weder fährt der Dyson Eye 360 gegen Möbelstücke, noch bleibt er hängen. Auch die gefühlte Reinigungsleistung ist sehr gut und zumindest auf großen Flächen konnten wir komplett auf einen konventionellen Staubsauger verzichten. Weiterhin scheint auch das Filtersystem seinen Dienst zu tun, die ausströmende Luft wirkt staubfrei und nicht nur aufgewirbelt. Auch gab es vereinzelt Vorfälle, nach denen der Dyson Eye 360 verzweifelt durch die Wohnung irrte – auf der Suche nach seiner Ladestation. Damit zusammenhängend wäre es toll, wenn es möglich wäre in der App, die sowieso schon eine Karte der eigenen Wohnung präsentiert, auch eine virtuelle Wand einbauen zu können oder besonders schwierige Bereiche auszublenden .

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Fazit

Der Dyson Eye 360 ist ein guter Staubsaug-Roboter. Die Saugleistung ist wesentlich besser als die der meisten Konkurrenten und auch die Navigation ist größtenteils überlegen. Leider ist die Bauhöhe für viele Sofas und Schränke zu hoch und der Schmutztank ist etwas zu klein, um ein paar Tage autonom arbeiten zu können. Wer aber auf der Suche nach der besten Reinigungsleistung und einem schicken Design ist – und dazu noch bereit, knapp 1000 Euro zu bezahlen – der dürfte bei diesem Dyson genau richtig sein.

Dyson 360 Eye (Nickel/Blue) - Twice the suction of any robot vacuum - UK Specs
  • Der Robot 360eye verfügt über den leistungsstarken V2-Digitalmotor von Dyson, der eine überragende Reinigungsleistung bietet. Es bietet bis zu doppelt so viel Saugleistung wie ein Roboter-Staubsauger für eine problemlose Reinigung ohne Kompromisse
  • Es erstellt eine Panoramaansicht seiner Umgebung, um ein berechnetes Reinigungsmuster zu erstellen. Das 360eye ist sich immer bewusst, wo es gereinigt wurde und wo es noch zu reinigen ist
  • Der 360eye wurde für Teppiche und harte Böden entwickelt und nimmt dank seines leistungsstarken V2-Spinmotors bei 78.000 U / min Dreck von fast überall in Ihrem Zuhause auf
  • Als einziger Roboter-Staubsauger mit einer Bürstenleiste über die gesamte Breite verfügt der 360eye über Nylonborsten, die zur Entfernung von Schmutz in Teppichfasern eindringen, während Kohlefaser-Filamente dazu beitragen, feinen Staub von harten Böden zu entfernen
  • Es bietet bis zu doppelt so viel Saugleistung wie ein Roboter-Staubsauger für eine problemlose Reinigung ohne Kompromisse

Letzte Aktualisierung am 18.10.2018, es gilt nur der aktuelle Preis, welcher direkt bei Amazon angezeigt wird. Alle Preise ohne Gewähr und ohne Versandkosten. Bilder von der Amazon Product Advertising API. Alle Links sind Affilate Links

Installation
16out of 5
Design
16out of 5
Verarbeitung
18out of 5
Geschwindigkeit
16out of 5
Lautstärke
12out of 5
Bedienbarkeit
12out of 5
Verlässlichkeit
16out of 5
App
14out of 5
Akkulaufzeit
12out of 5
Preis
12out of 5
Preis-Leistung
16out of 5

Zusammenfassung

Der Dyson 360 Eye überzeugt mit einer extrem guten Reinigungsleistung und ausgeklügelter Navigation. Leider muss der Kunde dafür auch sehr tief in die Tasche greifen.

3.67

3.67 out of 5
Gut

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Tom Jennewein

Tom Jennewein

Content Manager


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