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OnePlus legt eigene Betriebssysteme HydrogenOS und OxygenOS zusammen

Das chinesische Startup OnePlus gehört jetzt schon seit etwa drei Jahren auch in Deutschland zu den Smartphone-Entwicklern, die man kennen sollte. Mit dem Betriebssystem OxygenOS veröffentlichte der Hersteller sein erstes hauseigenes Betriebssystem, welches auf die eigenen Geräte abgestimmt ist. Doch was vielen nicht bewusst ist: das Startup pflegt noch eine weitere Firmware, welche jetzt mit OxygenOS zusammengelegt werden soll. Neben diversen Vorteilen müssen sich die Nutzer vor allem auf Änderungen am Design einstellen.

Seit knapp eineinhalb Jahren ist das hauseigene Betriebssystem OxygenOS fester Bestandteil von OnePlus Smartphones hier in Europa. Was viele nicht wissen: in China setzt der Hersteller ebenfalls auf eine eigene Firmware, welche sich jedoch von dem europäischen Modell unterscheidet. Die Chinesen lieben HydrogenOS vor allem weil sich das Design an iOS von Apple orientiert. Allerdings haben zwei Betriebssysteme einen gewaltigen Nachteil. Das Startup muss zwei Betriebssysteme pflegen und auf dem Laufenden halten. Deshalb muss der Entwickler nicht nur bei der Qualität Einstriche hinnehmen. Vor allem die Nutzer schimpfen immer öfter darüber, dass es extrem lange dauert bis ein Update ausgerollt wird.

 

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Wie viele Betriebssysteme basieren auch OxygenOS und HydrogenOS auf Android. Bei Android dauert es generell lange, bis die Hersteller neue Updates bereit stellen. Doch gerade bei OnePlus dauert es ungewöhnlich lange, bis Sicherheits-Patches oder Upgrades verfügbar sind. Zwischen der Veröffentlichung von Android 6.0 im vergangenen Jahr und dem Update für sämtliche OxygenOS Geräte sind lange zehn Monate vergangen. Der Chinese hat jetzt selbst festgestellt, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Wie XDA berichtet, sollen nun die Betriebssysteme und die Teams dahinter zusammengelegt werden.

Bereits mit OxygenOS 3.5 – sofern sich der Name in Europa nicht ändert – werden OxygenOS und HydrogenOS in einem Betriebssystem kombiniert. Allerdings muss das Design beider Software-Versionen deutlich verändert werden. Wahrscheinlich nähern sich die beiden Bedienoberflächen gegenseitig an und treffen sich in der Mitte. Alle OnePlus Nutzer müssen sich also mal wieder an ein neues Design gewöhnen, was vielen nicht unbedingt gefallen wird. Dafür möchte der Chinese künftig dann schneller Updates und Sicherheitsfixes liefern können.

 

Klar, bei der Fusion handelt es sich um ein Mittelding. Jedoch sind schnelle und vor allem qualitative Updates wichtiger, als zwei verschiedene Betriebssysteme mit völlig unterschiedlichem Design. Wer weiß: vielleicht dauert es jetzt keine zehn Monate mehr, bis Android Nougat auf den Devices eintrudelt.

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Moritz Krauß

Moritz Krauß

Founder & Editor in Chief


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