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Google I/O: Android N wird schneller, sicherer und besser

Es ist wieder soweit: Googles größte Entwicklerkonferenz ist gestartet. Zeit also, Android N offiziell vorzustellen. Das neue Betriebssystem setzt vor allem auf Produktivität, Performance und Sicherheit. In manchen Punkten nähert sich die Firmware an Apple an. Ein Name wurde noch immer nicht vergeben, hier soll die gesamte Community aushelfen.

Zu Beginn der Google I/O wurde gestern Abend wie üblich die neue Version von Android vorgestellt. Android 7.0 aka Android N hat noch immer keinen Namen bekommen. Da soll jetzt die gesamte Community mithelfen. Auf einer extra eingerichteten Website kann jeder einen Namenvorschlag einreichen. Mein Highlight wäre noch immer Android Nutella – hätte doch was. Bereits seit einigen Wochen können Naseweise die neuen Funktionen testen, welche gestern nun auch offiziell vorgestellt wurden. Die neue Firmware setzt vor allem auf Produktivität, Performance und Sicherheit.

 

Android N soll ein großes Stück sicherer werden. Dazu hat Google das Media Framework überarbeitet, wodurch Subsysteme besser abgegrenzt werden können. Außerdem werden schädliche Apps künftig selbst erkannt und automatisch blockiert. Ein wichtiger Schritt ist die Dateiverschlüsselung. Die Dateien sollen nun einzelnen verschlüsselt werden, was vor allem im Multi-User Betrieb Sinn macht. Mit automatischen Software-Updates nähert sich Android N an iOS an, was das Ganze System allerdings sicherer macht. Die Android Updates werden im Hintergrund automatisch heruntergeladen und können auf Wunsch bei einem Neustart installiert werden.

Google führt mit Android N eine neue Grafik-API mit dem Namen Vulkan ein. Auch dieses Feature ähnelt dem von Apple, welches unter dem Namen Metal beworben wird. Mit Vulkan haben Entwickler die Möglichkeit, direkt mit der GPU zu arbeiten. Das führt nicht nur zu besseren Grafikeffekten, sondern auch zu einer besseren Bildqualität. Alles in allem sollen Apps mit Android N 75 Prozent schneller installiert werden können. A pro pos Apps: noch in diesem Jahr sollen Instant Apps an den Start gehen, welche sogar bis zu Android 4.0 abwärtskompatibel sein werden. Mit Instant Apps können Apps verwendet werden, ohne das diese auf dem Gerät installiert sind. Wenn eine Website beispielsweise auf ein Video in einer App verlinkt, wird nur der benötigte Quellcode geladen, um das Video anzuzeigen. Restlicher Quellcode, welcher für das Video nicht benötigt wird, wird nicht heruntergeladen. Ein tolles Feature, welches vor allem bei diversen Events nützlich sein kann.

 

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Zurück zu Android N. Mit dem neuen Betriebssystem sollen Apps weniger Speicher fressen – meint Google. Insgesamt sollen 50 Prozent von dem benötigen Speicherbedarf eingespart werden. Das sorgt nicht nur zu einer besseren Leistung und mehr Speicher, sondern schont sogar noch den Akku.

Auch in Sachen Produktivität tut sich einiges in Android N. Die Nutzer können jetzt direkt aus der Benachrichtigungsleiste heraus antworten. Dieses Feature ist vor allem bei Messenger interessant, da die Apps dazu nicht einmal geöffnet werden müssen. Mit Quick Switch kann schnell zwischen den letzten Apps gesprungen werden. Mit einem Doppelklick beziehungsweise Klick auf den Recent-Button wird die zuletzt verwendete App wieder geöffnet. Wer lange auf den Recent-Button drückt, bekommt die zwei zuletzt benutzen Apps in dem Bildschirm angezeigt. Vor allem Tablet-Nutzer profitieren davon: die beiden Apps können nämlich parallel im Multi-Tasking Modus verwendet werden. Als Beispiel kann dazu der Taschenrechner in einem kleinen Fenster verwendet oder ein Video weitergeschaut werden. Um das Angebot abzurunden wurde das Multi-Window deutlich verbessert.

 

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Insgesamt glänzt Android N mit über 450 Neuerungen. Die neue Version soll im Spätsommer veröffentlicht werden. Wie immer spielen hier auch die Smartphone- beziehungsweise die Tablet-Hersteller eine große Rolle, da diese das Update selbst freigeben und optimieren müssen. Für alle Nexus-Nutzer kommt die Freude auf: Google hat bereits einen Release-Candidate von Android N freigegeben. Allerdings kommt dieser noch immer im Beta-Status daher. Die Version ist für aktuelle Nexus-Geräte verfügbar. Dazu zählen das Nexus 6P, 5X, 6, 9 sowie das Pixel C.

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Moritz Krauß

Moritz Krauß

Founder & Editor in Chief


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