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EU-Kommission droht Google im Android-Streit mit hohen Strafen

Es ist nichts Neues, dass Google seine Marktmacht ausnützt und Hersteller dazu zwingt, eigene Apps vorinstallieren zu lassen. Das geht der EU Kommission zu weit, welche schon seit Ende April gegen den Suchkonzern ermittelt. Nun droht der Untersuchungsausschuss mit hohen Strafen, sollte die aktuelle Vorgehensweise nicht geändert werden.

Im April hat die EU Kommission Google vorgeworfen, der Konzern würde seine Marktmacht ausnützen. Laut der Kommission schränke der Suchgigant die Freiheit von Smartphone- und Tablet-Herstellern ein. Sobald eine App von Google verwendet werden möchte, müssen die Hersteller einen Vertrag unterzeichnen. Dieser bindet die Hersteller an zahlreiche Auflagen. Beispielsweise müssen dann zahlreiche Google Apps vorinstalliert und prominent auf dem Home Screen präsentiert werden.

 

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Die Hersteller kommen quasi nicht drum herum, Googles Apps zu installieren. Laut der EU Kommission hätten Apps der Hersteller selbst kaum eine Chance, sich zu etablieren. Deshalb fordert die Europäische Union von Alphabets Tochterkonzern, dass die Rahmenbedingungen gelockert werden müssten. Wie Reuters berichtet, droht die EU Kommission dem Amerikaner nun sogar mit hohen Strafen. Sollte der Konzern nicht auf die Forderungen eingehen, orientiert sich die Strafsumme an dem Umsatz des Werbenetzwerkes von Google. Hierbei handelt es sich um die Haupteinnahmequelle von dem Anbieter, weshalb die Strafe extrem hoch ausfallen würde.

Die Suchmaschine möchte die Strafe selbstverständlich verhindern. Bislang gibt es dennoch keine Aussicht, dass die Android Nutzungsbestimmungen aufgeweicht werden. In einer Stellungnahme gegenüber Reuters berichtet die Pressestelle lediglich, dass die EU Kommission darüber aufgeklärt werden solle, weshalb die bisherigen Praktiken für die Nutzer als auch für die Hersteller sinnvoll seien:

„We look forward to showing the European Commission that we’ve designed the Android model in a way that’s good for both competition and consumers, and supports innovation across the region.“ (Quelle: Reuters)

Quelle Bild: bennymarty / Bigstockphoto

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Moritz Krauß

Moritz Krauß

Founder & Editor in Chief


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