Streaming ohne Grenzen: T-Mobile stellt Drosselung für Streamingdienste ein

Hierzulande berücksichtigt die Deutsche Telekom das Datenvolumen von Spotify nicht – sofern das Abonnement über den Mobilfunkanbieter abgeschlossen wurde. T-Mobile in Amerika geht ab Sonntag noch einen Schritt weiter, und rechnet Streaming nicht mehr in das Datenvolumen mit ein. Eine solche Lösung für Deutschland ist derzeit nur wünschenswert.

T-Mobile hat in Amerika eine sensationelle Neuheit vorgestellt: Bing On. Künftig werden Streamingdienste nicht mehr bei dem Datenvolumen berücksichtigt. Will heißen: beim Streamen wird kein Datenvolumen abgezogen. Damit bleibt das Highspeed-Internet länger erhalten. Dies ist für alle Neukunden ab dem 15. November möglich. Insgesamt beteiligen sich 28 Anbieter. Darunter sind unter anderem Netflix, Hulu oder HBO. Amazon und Apple leider nicht an Bord. Auch Bestandskunden können ohne Grenzen streamen – und zwar ab dem 19. November. Hierfür muss jedoch das kostenlose Extra Bing On gebucht werden. Um den Vorteil nutzen zu können, müssen die Nutzer ein Abonnement mit dem jeweiligen Streamingdienst abschließen.

 

 

Damit die gesendeten Pakete nicht mit einberechnet werden, müssen die Anbieter die gesamten Daten mit speziellen Signaturen versehen. Die Server von T-Mobile USA erkennen diese und rechnen den Datenverbrauch nicht in das Volumen mit ein. Bing On kann lediglich mit LTE-Verträgen gebucht werden. Außerdem muss das monatliche Datenvolumen mindestens drei Gigabyte groß sein. Die Videos können dann mit einer Bildqualität von 480p angeschaut werden. Ist das monatliche Datenvolumen außerhalb des Streamings aufgebraucht worden, muss sich der Nutzer auch beim Streamen mit langsameren Geschwindigkeiten geschlagen geben. Zu Beginn kann das neue Paket Bing On kostenfrei hinzugebucht werden. Es ist gut möglich, dass das Extra nach einiger Zeit jedoch ein kostenpflichtiges AddOn wird.

In Deutschland gibt es ein solches Angebot leider nicht. Bei der Deutschen Telekom kann lediglich ein Spotify-Abonnement abgeschlossen werden, damit die Inhalte von Spotify nicht mit dem Datenvolumen verrechnet werden. Derzeit gibt es für die deutsche Einführung von Bing On keine Hinweise. Bislang ist ziemlich fragwürdig, ob wir in Deutschland überhaupt damit rechnen können. In unseren Augen könnte es noch ein paar Jahre dauern, bis auch ein Bing On ähnliches Feature Europa erobern wird – wenn überhaupt.

Quelle Bild: Tupungato / Shutterstock.com

Moritz Krauß: Founder & Editor in Chief
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