Facebook Messenger bekommt optionale Verschlüsselungsfunktion

An dem Verschlüsselungstrend in diesem Jahr beteiligt sich jetzt auch der Facebook Messenger. Das soziale Netzwerk wird mit verschlüsselten Chats ausgestattet, welche bei Bedarf manuell gestartet werden können. Diese sogenannten geheime Chats können allerdings nur auf einem Gerät geführt werden. Im Gegensatz zu normalen Nachrichten werden verschlüsselte Inhalte nicht auf dem Facebook Server gespeichert.

Schon vor einiger Zeit Gerücht, jetzt bestätigt: nach WhatsApp bekommt auch der Facebook Messenger verschlüsselte Chats. Im Gegensatz zu WhatsApp werden die Konversationen allerdings nicht automatisch verschlüsselt. Grund: der Messenger von Facebook kann plattformübergreifend auf mehreren Geräten gleichzeitig verwendet werden. Da die geheimen Chats allerdings Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, kann die geheime Konversation nur von einem Gerät aus geführt werden.

 

 

Wer möchte, kann einen verschlüsselten Chat manuell starten, allerdings ist der Chat dann auf ein Gerät beschränkt. Wenn der Chat also auf dem Smartphone gestartet wird, kann dieser nicht am Computer oder Tablet fortgeführt werden. Die verschlüsselten Ende-zu-Ende Nachrichten werden lediglich auf den Endgeräten der beiden Gesprächspartner gespeichert. Durch die Verschlüsselung auf der Basis von Open Whisper kann niemand mitlesen – auch Facebook ist ausgesperrt. Das Signal-Protokoll von Open Whisper kommt übrigens auch bei WhatsApp zum Einsatz. Darüberhinaus können verschlüsselte Nachrichten mit einem Selbstzerstörungstimer versehen werden. Nach Ablauf der festgelegten Zeit verschwindet die Nachricht nach der abgelaufenen Zeit automatisch von beiden Geräten. Der Nutzer ist hier ziemlich flexibel und bekommt Zeiten zwischen fünf Sekunden und 24 Stunden angeboten.

Zwar sind verschlüsselte Chats über den Facebook Messenger deutlich sicherer, dafür müssen sich die Gesprächspartner auch mit Einschränkungen zufrieden geben. Sämtliche Features des Facebook Messenger sind in geheimen Chats nämlich nicht möglich. Unter anderem können keine GIFs oder Videos verschickt werden. Facebook startet ab sofort eine Testphase mit einem ausgewähltem Personenkreis. Noch im Sommer soll die Betaphase auf mehr Publikum ausgeweitet werden.

Moritz Krauß: Founder & Editor in Chief
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