Planet of Tech

Unter der Lupe: das LG G Flex 2

Das LG G Fex2 ist der neuste Clou aus dem Hause LG. Das Design erinnert definitiv an einen Curved TV. Wir haben das LG G Flex 2 getestet und sagen euch, ob sich der Kauf des Smartphones lohnt. Das Testgerät wurde uns von LG für diesen Testbericht zur Verfügung gestellt.

 

Lieferung und Einrichtung

Das LG G Flex 2 ist in einer schönen rot-gemusterten Box gekommen. Beim Lieferumfang handelt es sich standardmäßig um ein Micro-USB Kabel inklusive Steckdosenadapter, In-Ear Kopfhörer sowie eine kurze Betriebsanleitung. Der Akku des Gerätes ist fest eingebaut. Die Einrichtung funktioniert einfach und problemlos. Direkt nach dem Hochfahren des LG G Flex 2 wird nach einem Google Konto gefragt. Dies ist bei den meisten Android-Geräten der Fall, was die Einrichtung oftmals vereinfacht. Nach der Einrichtung des Google Kontos können dann nämlich alle Daten von dem alten Android-Gerät problemlos auf das neue übertragen werden.

 

Design und Verarbeitung

Beim Auspacken des LG G Flex 2 bemerkt man direkt seine außergewöhnliche Form und die gute Verarbeitung. Die Vorderseite besteht aus Glas und die Rückseite besteht aus einem abnehmbaren Kunststoffdeckel. Der Deckel lässt sich lediglich für die SIM-Karte abnehmen. Der Akku kann nicht gewechselt werden. Das LG Flex 2 rutscht beim Spielen beziehungsweise bei der Benutzung leicht aus der Hand, was einen negativen Aspekt ausmacht. Wie man es von LG gewohnt ist befinden sich die Tasten auf der Rückseite des LG Flex 2. Hierbei handelt es sich um die Tasten für den Standby-Modus beziehungsweise um die Tasten für die Lautstärke. Der Lautsprecher des LG Flex 2 weist in unseren Augen eine gute Tonqualität auf. Die Gespräche klingen klar und deutlich. Ein weiteres Feature ist der Infrarot Port, welcher als Fernbedienung für Fernseher dient.

 

Das LG G Flex 2 unter der Lupe lg g flex 2 Unter der Lupe: das LG G Flex 2 Bild LG G Flex 2 2 680x667

 

Display

Das Display des LG G Flex 2 ist mit seinem 5,5 Zoll curvedDisplay deutlich kleiner als sein Vorgänger. Die Auflösung wiederum liegt bei Full-HD und nicht mehr bei 720p. Zudem wird auf POLED gesetzt. Die Pixeldichte auf somit 401ppi zugelegt. Der Bildschirm des LG G Flex 2 ist ansehnlich, die Farben strahlen und das Schwarz ist tief. Auch aus verschieden Blickwinkeln sind die Farben noch kräftig und gut zu erkennen. Allerdings ist unter freien Himmel die Helligkeit relativ niedrig und wiederum verbesserungswürdig. Dass das Display leicht gebogen ist, macht keine Veränderung im „Smartphone-Erlebnis“, sondern punktet eher in Sachen Design.

 

Geschwindigkeit

Das LG G Flex 2 besitzt zwei 64-bit Prozessoren. Bei dem Einen handelt es sich um einen Quad-core 1,5 GHz Cortex-A53. Der andere kommt ebenfalls aus dem Hause ARM Zum Einsatz kommt der Coretex-A57 mit zwei GHz. Der Prozessor wird von einem zwei Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt. Durch diese Eigenschaften meistert das Smartphone alle Aufgaben. Im Alltagsbetrieb sind uns keine Verzögerungen aufgefallen. Allerdings wird das LG G Flex 2 beim Laden oder bei längerer Benutzung ziemlich schnell warm. Als Betriebssystem kommt serienmäßig Android 5.0 Lollipop zum Einsatz.

 

Kamera

Für die Kamera verdient LG unseren Respekt. Die Hauptkamera des LG G Flex 2 besitzt eine Auflösung von 13 MP, einen LED-Blitz sowie einen optischen Bildstabilisator. Die geschossenen Bilder überzeugen mit seiner außerordentlich scharfen Qualität. Die Nachtaufnahmen werden allerdings trotz LED-Blitz ziemlich verrauscht. Die Frontkamera macht bei Aufnahmen am Tag mit seinen 2,1 Megapixeln einen relativ guten Job. Allerdings überzeugen Aufnahmen bei Nach mit dieser ebenfalls nicht. Dafür punktet auch die Videoaufnahmen, welche mit Ultra-HD Qualität aufgenommen werden können.

 

Das LG G Flex 2 hat ein gebogenes Display lg g flex 2 Unter der Lupe: das LG G Flex 2 LG G Flex2 4 546x680

 

Akku

Der 3000 mAh Akku des LG G Flex 2 überzeugte mich im Test nicht. Bei häufiger und etwas längerer Benutzung neigt sich der Akkustand schnell dem Ende zu.  Bei normaler Nutzung von Mails und Co. hält der Akku zwar etwas mehr als einen Tag. Möchte man jedoch mehr machen, als nur die E-Mails checken und unter anderem Spiele spielen, muss das Smartphone wieder schneller an das Ladegerät. Hier hält das LG Flex 2 dann maximal einen Tag durch. Die Laufzeit ist zwar je nach Nutzung individuell, uns hat der Akku beim Test nicht überzeugen können. Wie das Samsung Galaxy S6 besitzt das LG Flex 2 über eine Schnellladefunktion. Mittels dieser kann der Akku innerhalb weniger Stunden aufgeladen werden. Dies geht schneller, als beim normalen Laden des Akkus. Verwendet man die Schnellladefunktion entlädt sich der Akkumulator des Flaggschiffs LG G Flex 2 allerdings auch schneller.

 

Fazit

Das LG G Flex 2 ist ein Smartphone mit einer guter Hardware. Es ist schnell und läuft stabil. Die Kamera macht tolle Fotos und Videos. Die gebogene Form ist zwar schön anzusehen, kann aber auch Nachteile mit sich bringen. Ein weiteres Negativmerkmal ist in unseren Augen die Laufzeit des Akkus. Mit einem Preis von aktuell knapp 450 Euro ist der Preis in Ordnung, es gibt in dieser Preisklasse aber sicherlich bereits bessere Smartphones.

 

Preisvergleich

Design
14out of 5
Verarbeitung
14out of 5
Geschwindigkeit
16out of 5
Einfachheit
16out of 5
Lautstärke
16out of 5
Möglichkeiten/Funktionen
12out of 5
Erweiterungen
14out of 5
Akkulaufzeit
12out of 5
Kompatibilität
14out of 5
Kamera
16out of 5
Preis
16out of 5
Preis/Leistung
12out of 5

Zusammenfassung

Das LG G Flex 2 punktet definitiv in Sachen Auflösung und Design. Der Speicher lässt sich erweitern, jedoch kann der Akku nicht gewechselt werden und in sachen Displayhelligkeit glänzt das Flex 2 auch nicht gerade. Es ist ein gutes aber nicht perfektes Android-Gerät. Für den aktuellen Preis bekommt man bereits bessere Geräte.

3.54

3.54 out of 5
Gut

Schön, dass du da bist. Wir würden uns sehr freuen, wenn du uns als TechnikSurfer Leser deinen Freunden weiterempfehlen, uns auf den sozialen Netzwerken folgen und unsere App für Android oder iOS installieren würdest. Es lohnt sich - garantiert!

Sebastian Wysocki

Sebastian Wysocki

Ich heiße Sebastian Wysocki, auch Seppel genannt, und komme aus Berlin. Ich arbeite als Veranstaltungstechniker und interessiere mich für die neusten Technikhighlights. Ich kam zu TechnikSurfer, weil ich den Blog schon seit längeren verfolgt habe und dann endlich die Chance genutzt habe, mich als Autor zu bewerben.


Ähnliche Artikel

Vodafone: Datenautomatik ist nicht zulässig

Immer mehr Provider verwenden eine Datenautomatik in ihren Verträgen. Diese teure Vertragsfalle möchte die Verbraucherzentrale Bundesverband verhindern und hat die

Huawei Mate 9 Erfahrungsbericht: der kleine Galaxy Note 7 Ersatz

Mit dem Huawei Mate 9 hat der chinesische Hersteller ein Smartphone veröffentlicht, welches durch schnelle Technik und einen großen Bildschirm auffallen

Verschlüsselung von WhatsApp war noch nie sicher [UPDATE]

Seit etwa einem Jahr werden sämtliche Chats bei WhatsApp verschlüsselt übertragen. Damit soll verhindert werden, dass Dritte mitlesen können. Doch

  1. Dani
    Dani 29 Juni, 2015, 05:41

    Ich finde nicht, dass man bei einem „Smartphone“ über die Akkuleistung meckern sollte. Dass die Akkus alle nicht lange halten, kann man eigentlich auch nicht verübeln, denn wenn man unbedingt surfen, spielen, Mails checken, Videos schauen … und was weiß der Kuckuck noch will, dann darf man sich nicht wundern, wenn der Strom bald weg ist. Ein Tag ist für so ein Handy eigentlich eh relativ in Ordnung.

    Reply this comment
    • Sebastian Wysocki
      Sebastian Wysocki Author 30 Juni, 2015, 01:03

      das stimmt natürlich auch wieder…ich besitze selbst auch eins aber mir war die Akkuleistung des Flex2 für den Test zu niedrig

      Wir hoffen das du den Artikel trotzdem gut fandest und uns weiterhin treu bleibst…

      Liebe Grüße
      Sebastian

      Reply this comment
  2. sunny32
    sunny32 15 Juli, 2015, 23:01

    Danke für den ausführlichen Bericht und Test, er hat mir geholfen.

    Reply this comment
    • Moritz Krauss
      Moritz Krauss 16 Juli, 2015, 12:49

      Hallo Sunny32,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut uns sehr, wenn wir dir weiterhelfen konnten.

      Viele Grüße

      Moritz

      Reply this comment

Hinterlasse einen Kommentar

Your e-mail address will not be published.
Required fields are marked*


Kommentare erscheinen erst nach der Freischaltung.